Spiel_Schau // Schau_Spiel
Hast du Lust, Theater sowohl zu spielen als auch zu schauen? Zuerst kommen wir gemeinsam ins Spiel, dann besuchen wir drei Stücke während des WESTWIND Theaterfestivals für Junges Publikum und verarbeiten unsere Eindrücke in künstlerischen Aktionen.
Workshop-Termine: 9. Mai, 16. Mai und 6. Juni 2026, jeweils 10:00 – 14:00 Uhr
Festivaltage: 4. Juni 2026, 11:30 – 19:00 Uhr und 5. Juni 2026, 10:00 – 16:30 Uhr (mit Mittagessen)
Erfahrungsbericht
Fünf kreative und schauspielinteressierte Kinder und Jugendliche machten sich im Rahmen des Kulturrucksack-Angebots „Schau_Spiel // Spiel_Schau“ auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt des Theaters. An insgesamt fünf Terminen konnten sie nicht nur selbst auf der Bühne aktiv werden, sondern auch das WESTWIND-Festival hautnah erleben.
Begleitet von Tashina (Pantomimin, Theaterpädagogin, Schauspielerin) und Dimitri (Theaterpädagoge, Schauspieler), standen zunächst zwei Vorbereitungstreffen auf dem Programm. Dabei erfuhren die Teilnehmenden nicht nur, was es mit dem „lappigen, lumpigen, laichigen Lurch“ oder „Billy-Billy-Bob“ auf sich hatte, es ging vor allem um die eigene Verbindung zum Schauspiel. Spielerisch erkundeten die Teilnehmenden verschiedene Ausdrucksformen und Methoden aus den Bereichen Schauspiel, Pantomime, Bewegungsausdruck und Stimme.
Inspiriert von persönlichen Vorbildern wie Helena Bonham Carter, Kemal Sunal oder Jenna Ortega testeten die Kinder und Jugendlichen unterschiedliche Spielweisen aus. So entstand ein kreativer Raum, in dem sie sich selbst ausprobieren und ihre Begeisterung für das Theater vertiefen konnten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung der drei Festivalstücke „Mission Mopscom“ (Armada Theater), „1001 Nacht oder die Macht des Erzählens“ (subbotnik) und „Çay – Eine Heimatsgeschichte“ (c.t.201), die im Rahmen des 42. Theatertreffens für Junges Publikum NRW gezeigt wurden. Schon vor dem Festival wurde gemeinsam überlegt, welche Geschichten sich wohl hinter den Titeln verbergen könnten. Am 4. und 5. Juni war es dann endlich soweit: Die Gruppe besuchte das WESTWIND-Festival und konnte die Aufführungen live erleben.
Zu den Höhepunkten gehörte der Besuch von „Çay – Eine Heimatsgeschichte“. Dort wurde das Publikum nicht nur mit Tee und Leblebi (mit Zucker überzogene Kichererbsen) versorgt, die Gruppe erhielt auch die Gelegenheit, dem Regisseur Sefa Küskü direkt Fragen zu stellen und spannende Einblicke in die Entstehung der Inszenierung zu bekommen.
Was wir noch erlebt haben
Abseits der Bühnen gab es im Festivalzentrum viel zu entdecken: Die Teilnehmenden kamen mit anderen Kindern und Jugendlichen ins Gespräch, gestalteten kreativ Buttons und genossen das ein oder andere Slush-Eis.
Die Meinung der erwachsenen Begleiter*innen zum Projekt
Besonders in Erinnerung geblieben sind den fünf Teilnehmenden die vielen kleinen und großen Entdeckungen rund ums Theater: dass auf der Bühne mit Absicht „gelogen“ werden darf, indem Behauptungen als Wahrheit gespielt werden, dass Theater auch ohne Worte funktioniert und wie spannend es sein kann, gesehene Szenen als Standbilder nachzustellen.
Natürlich durften auch die Insider-Witze nicht fehlen, die im Laufe der gemeinsamen Zeit die heterogene Gruppe trotz der ein oder anderen Provokation zusammengeschweißt haben.
Foto: Szenenbild – Beim Westwind-.Festival wurde das Theaterstück Cay – Eine Heimatgeschichte aus Köln aufgeführt.

